Ein attraktives und zukunftsfähiges Stadtbusnetz in Landsberg

Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) werden auch konkrete Konzepte entwickelt, wie das Verkehrsaufkommen in Zukunft bei einem moderaten Wachstum in Landsberg bewältigt werden kann. Auch in der Gesamtstrategie Landsberg 2035 haben wir das Ziel formuliert, dass wir attraktive Alternativen zum PKW schaffen müssen.

Allerhöchste Zeit dafür meinen wir GRÜNEN!

Landsberg ist leider immer noch eine Stadt, wo wir uns auch bei kürzeren Strecken noch viel zu häufig lieber hinters eigene Lenkrad setzen, anstatt zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV von A nach B in unserer Stadt der kurzen Wege zu kommen.

Nicht nur aus Klimaschutzaspekten, sondern einfach auch aus Gründen der begrenzten öffentlichen Verkehrsflächen müssen wir in Zukunft erheblich mehr auf alternative Mobilitätssysteme setzen. Hier gehört ein attraktiver ÖPNV in unserer Stadt mit ihren Ortsteilen absolut dazu.

Für einen attraktiven ÖPNV brauchen wir eine kurze Taktung ohne Rücksicht auf Wochentage, die auch bis in die Abendstunden hineingeht. Insbesondere an den Wochenenden sollte der ÖPNV natürlich auch am späten Abend noch genutzt werden können, damit man z. B. nach dem Kino-, Theater- oder Konzertbesuch noch heimkommt, ohne auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen zu sein. Dies heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass große Busse außerhalb der Stoßzeiten leer durch Landsberg fahren müssen. Dank flexibler Bussysteme, die durch die Digitalisierung noch interessanter werden, lässt sich eine Mobilitätsgarantie von 5 – 24 Uhr gut bewerkstelligen.

Wie kann dies in der Praxis konkret aussehen?

Genau eine solche Lösung wurde im letzten Pandemieausschuss von den Verkehrsplanern zum ÖPNV vorgestellt. Der Stadtbus soll in Zukunft (ab 2028) auf zwei Routen (Hauptachse Nord – Süd und Ost – West) fahren. Ein „Bürgerbus“ soll die nötigen Verbindungen im Stadtgebiet mit seinen Ortsteilen ergänzen und erweitern. Dieser könnte beispielsweise nur bei Bedarf (On-Demand-System) fahren. Und auch die Haltepunkte könnten erweitert und flexibler installiert werden.

Wichtig ist für uns GRÜNE, dass wir nicht bis zum Jahr 2028 mit den Verbesserungen unseres ÖPNV warten. Bereits jetzt sollten wir das angehen, was schon vorher möglich ist. So wird zum Beispiel nächstes Jahr das Anrufsammeltaxi neu ausgeschrieben. Hier müssen wir die Chance nutzen, das bisherige telefonische Bestellsystem (eine Stunde vorher anrufen) ins digitale Zeitalter zu bringen – z.B. mittels einer zusätzlichen App.

Das nicht mal halb so große Murnau macht es mit seinem Ortsbussystem omobi vor, wie moderne und intelligente Rufbussysteme funktionieren können – also quasi unser Anrufsammeltaxi in Version 2.0.

Moritz Hartmann

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