Global denken – lokal handeln

Wir leben noch immer in einer Zeit voller großer Herausforderungen. Unmittelbare Auswirkungen hat auf uns nach wie vor die Corona-Pandemie, aber noch mehr der immer deutlicher erkennbare Klimawandel. Auch bei uns machen sich Wetterextreme bemerkbar. Auf der einen Seite sinkt der Grundwasserspiegel durch längere Trockenperioden, so dass Fichten und Kiefern absterben, aber auch Waldbrandgefahr droht. Auf der anderen Seite kommt es vermehrt zu Starkregenereignissen – mit bisher glücklicherweise deutlich geringeren Folgen als in anderen Bereichen Deutschlands. Aber wir können auch auf lokaler Ebene etwas gegen die Beschleunigung des Klimawandels tun. Denn jeder kleine Schritt, wenn er von vielen getan wird, kann Großes bewirken.

Einen dieser kleinen Schritte haben wir im Bereich Verkehr im Hinblick auf die Förderung des Radverkehrs getan. Zum einen gibt es auf Antrag der GRÜNEN-Stadtratsfraktion nun eine Förderung zur Anschaffung von Lastenrädern und Lastenanhängern. Zum anderen wurde im Rahmen der neuen „Mobilitätssatzung“ auf unseren Antrag hin eine Verpflichtung zur Errichtung von Fahrradabstellplätzen bei Mehrfamilienhäusern eingeführt. Auch mit den im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans erstellten Mobilitätssteckbriefen können wir einen Schritt weiter hin zu einem menschen- und nicht allein autogerechten Verkehr kommen. Auf unserer Agenda stehen weiterhin ein besserer und kostengünstigerer ÖPNV und die Bepflanzung öffentlicher Grünflächen, mit Büschen und Bäumen – und neu der leider zunehmende Bereich „Schottergärten“.

Bei letzterem geht es um das Thema Wasser, das auch bei uns in jeder Hinsicht eine große Rolle spielt, sei es als Trinkwasser oder Oberflächenwasser. Denken Sie nur an die auch schon bei uns im Landsberger Osten entstandenen Folgen eines längeren Starkregens. Hier hat auch der Bereich Landwirtschaft eine große Bedeutung. Gerade in der ökologischen Landwirtschaft wird durch gezielte Bepflanzung eine erhebliche Verbesserung der Wasseraufnahmefähigkeit der Böden und eine Verbesserung bzw. der Erhalt der Wasserqualität des Grundwassers, aber auch der Oberflächengewässer, erzielt. Als Kommune könnten wir unter anderem mit der Umstellung des Spitalgutes auf ökologische Landwirtschaft einen eigenen Beitrag leisten und Vorbildfunktion ausüben – wenn wir es wirklich wollen. Im Bereich Wald haben wir uns des Themas Wasser und Boden bereits angenommen durch unsere Teilnahme am Projekt „Future Forest“.

Wie Sie an diesen Beispielen sehen, ist auch auf kommunaler Ebene vieles möglich. Für all das brauchen wir aber nicht nur das Verständnis, sondern auch das Mitwirken von Ihnen allen. Denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen.

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